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Viltrox FE 85 mm F 1,8 Mark II

Kermyfilm
Veröffentlicht von Thorsten Rück in Objektivtest · 30 März 2021
Aller guten Dinge sind drei ???

Ja, das kann ich so bestätigen. Heute kam ein weiteres Objetiv des chinesischen Herstellers Shenzhen Jueying Technologie GmbH
an meine Sony Alpha 6400 (APS-c). Das von Rollei in Deutschland vertriebene VILTROX Glas ist ebenfalls sehr gut verpackt in einem Karton angekommen.



Schon das Gewicht des Kartons läßt auf ein schwergewichtiges Objektiv vermuten. Ausgepackt und in der Hand liegend ist es ein 482 g schweres, massives Metallobjektiv mit flächigem Fokusring, ohne Blendenrad und mit 72mm Glasdurchmesser im Frontbereich. Hinten ist ein stabiler Metallbajonettverschluß, der sich wie bei den anderen getesteten Gläsern schmatzend mit der Kamera verbinden läßt.



Als Zusatz gibt es ein Transportsäckchen und eine - DAS ist der einzige gefundene Nachteil: Plastiksonnenblende. Diese kann nur hakelig montiert werden und erweckt nicht den Eindruck, als das sie lange halten wird. Hier besteht wirklich Nachbesserungsbedarf.



Angenehm überrascht war ich von der offensichtlich verbesserten Modellreihe, denn MARK II steht für die 2te Version. Befindet sich doch rücklinks ein USB Anschluß, mit dem völlig problemlos ein Softwareupdate durchgeführt werden kann.



Hey, soetwas hatte ich noch nie und auch gleich mal ausprobiert. Stand da eben noch Version 1.2... ist schwuppsdiwupps die vom Hersteller heruntergeladene Version 2.0.... eingespielt. Klasse, das überzeugt mich und dann gings auch schon los.

Erwähnen möchte ich, dass mich niemand bei diesen Tests unterstützt hat und ich diese rein für mich durchgeführt hatte. Aber ich finde, wen es interessiert, der solls auch lesen können. Anfangen kann ich mit dem Fokus.



Er sitzt offenblendig schon mal dort, wo er sein soll. Blende 1,8 machte den Anfang und der Fokuspunkt war stets schnell gefunden.
Die nächst größere Blende f=2,0 hat das folgende Ergebnis gebracht:



Leichte chromatische Aberationen machten sich unterhalb der 1 bemerkbar. Diese und andere leichten schwächen kann übrigens Lightroom schon ausbessern. Das Lensprofil ist derzeit noch unter Sony zu finden = suchen lohnt sich.
Bei Blende f=10 ergab sich das folgende Bild:



Ein wenig in meinen Vergleichen vom Sony 85mm Glas gestöbert ergaben für mich indentische Abbildungen. Der Clou an dem Viltrox ist aber, dass es auch vollformattauglich ist. Einige Probeaufnahmen mit einer Sony Alpha 7 II waren vielversprechend.



Nun als nächsten Schritt kam die Testtabelle zum Einsatz. Bereits bei der Offenblende von f=1,8 war die Abbildung bis in die Ecken scharf. Das ändert sich auch nicht bei f=2.0



Großartige Verzerrungen konnte ich nicht ausfindig machen und somit traute ich mich auch zu einer Aufnahme mit f=10:



Also ich empfand die Ergebnisse schon mal vielversprechend. Daraufhin habe ich mich aus meinen 4 Wänden getraut und ein paar Aufnahmen im Outdoorbereich erstellt. Eigentlich sind 85 mm ja die klassische Porträtbrennweite und ich brenne darauf, das auszuprobieren: Aber derzeit kein Model verfügbar und mit einem Kohlkopf und Rosinen als Augen möchte ich hier nicht arbeiten.



Als Augenersatz fand ich einen Baumstamm mit einem verwachsenen Astabschnitt. Hier eine knackscharfe Aufnahme mit f= 2,0.
Dann wollte ich testen, wie sich eine Freistellung bei Blende f=1,8 darstellen läßt. Ich bin total begeistert von dieser Fähigkeit.
Jetzt mal den Fokus auf die hinteren Bäume gesetzt:


WHOW ! Das riecht förmlich nach "mehr" und bei den nächsten Aufnahmen kam der Spielinstinkt heraus.
Vordergrund fokussiert...



...danach gleich auf den Hintergrund geschwenkt und fokussiert



Blende f=1,8 !! Bei einer Vergrößerung in der Ansicht sieht man die Schraubenköpfe am Holz des Schutzpilzes...



Hier auch Vertrocknetes mit Schärfenspiel. Die 9 Lamellen der Blende zaubern einen schönen Hintergrund.

Fazit
Das Viltrox FE 85 mm F 1,8 Mark II ist zu dem derzeitigen Marktpreis ein unschlagbares Glas ! Zwar vermisse ich den Blendenring wie bei den anderen Viltrox Gläsern, aber es ist zu verschmerzen. Die manuelle Fokussierung an dem großen, griffigen Ring am Objektiv ermöglicht eine perfekte Einstellung und ein super Handling. Die 10 Linsen in insgesamt 7 Gruppen mit der 9 Lamellenblende sind in einem perfekten, harmonischen Zusammenhang gebracht worden. Dann noch die Updatefunktion: Chapeau - das Objektiv ist absolut gelungen und ich bereue den Kauf nicht, trotz der hakeligen Gegenlichtblende aus Plastik.



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