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Viltrox AF 33 / 1.4 für Sony E-Mount

Kermyfilm
Veröffentlicht von Thorsten Rück in Objektivtest · 20 März 2021
Tags: RolleiViltroxFestbrennweite33mmBlende1.4KermyfilmObjektivtest
Auf zu neuen Gläsern - das Viltrox AF 33mm/F 1.4 für Sony E-Mount

in meinem persönlichen Test. Mit Refrenzbildern, Testbild für die Abbildungsschärfe und dem SpyderLenscal von Datacolor geht es in den Test dieses Objektives vom chinesischen Hersteller Viltrox ( Shenzhen Jueying Technologie GmbH). Der Vertrieb in Deutschland erfolgt über die Firma Rollei zu einem lockenden Preis. Also "her damit" und mal ausprobieren.



Das ganz aus Metall gefertigte Glas mit 10 hochwertig nano-mehrfachbeschichteten Linsen in 9 Gruppen hat ein Gewicht von 270g. Drinnen ist ein leiser STM Focusmotor verbaut und die Frontlinse ist wasserdicht und mit einer Antifäulniss Beschichtung versehen. Das Objektiv übermittelt alle Exifdaten und unterstürtzt die Programme A und S. Es kommt sehr gut verpackt auf dem Versandweg an.



Wenn man es auspackt und in der Hand hält, macht es einen wertigen Eindruck und ist schon echt ein ordentlicher Brocken, der an die Kamera angeflanscht wird, was schmatzend und absolut passgenau passiert.



Besonders gut hat mir auch bei diesem Glas der Blendenring gefallen, der sich absolut geschmeidig und rasterfrei durchdrehen lässt. Das ist gut, wenn Videoaufnahmen erstellt werden sollen. Zusätzlich können in der Stellung "A" die Blenden auch elektronisch von der Kamera verstellt werden. Die 9 Lamellen des Objektives erzeugen ein sehr schönes Bokeh. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig. Einen AF/MF Schalter sucht man am Glas vergebens, das kann nur über die Kamera geschaltet werden.



Bei einer Blende von f=1,4 sitz der Fokus genau dort, wo er sein soll und das auch fix und präzise.



Meistens sind die ersten Offenblenden bei den Objektiven ja nicht ganz so leistungsstark, aber selbst bei f=1,6 kann man nicht meckern. Die Zuverlässigkeit setzt sich dann über den gesamten Bereich bis f=16 fort. Übrigens hat das Glas einen IF, also Innenfocus. Schon mal gut, denn so bleibt zB die Einstellung eines Polfilters erhalten. Das Filtergewinde beträgt 52mm.

Wie aber sieht es mit der Abbildungsleistung des Objektives aus ? Hierzu habe ich das Testbild fotografiert.
Angefangen mit f=1,4:



Eine merkbare Tonnenwölbung zeigt sich, die aber später bei den Landschaftsaufnahmen gar nicht so auffällt. Auch hier
ist die Schärfe schon sehr gut. Im Vergleich dazu hier die Aufnahme mit f= 1,6



Die extrem hellen Bereiche in der Mitte sind kein Fehler des Glases, sondern durch das Beleuchten der Tafel entstanden. Die tonnenartige Wölbung bestätigt sich bei guter Schärfe bis in die Ecken hinein.



Der zuvor gezeigte Abbildungsmaßstab ändert sich im gesamten Blendenbereich nicht. Bis hin zur f=16 ist die Abbildung scharf und leicht verzerrt. Zum Abschluß noch einmal die Aufnahme bei f=11.

Wie sieht es aus,wenn man nun Landschaftsaufnahmen erstellt. Auch hier ertmal der Vergleich gegenüber einer 50mm Festbrennweite:



Der Zugewinn an Bildinformation ist schon recht gut und liegt mit einem Kropfaktor von 1,5 bei 49,5 mm Kleinbildbrennweite. Also entspricht es dem normalen Sehfeld eines Menschen. Geht man in diese Aufnahme mit 100% Vergrößerung rein, sind an dem Unterstand die Holzmaserung, die Schrauben und die Reethalme sehr knackig scharf abgebildet. Entstanden mit f= 1,6.
Die bei dieser Blendengröße normale "Weichzeichnung" vom Fokuspunkt weg ist harmonisch ausgeprägt.

Auch bei einer Aufnahme mit Blende 11 ist alles wirklich scharf abgebildet und die chromatischen Aberationen halten sich in Grenzen.



Zum Vergleich habe ich noch mal eine weitere Aufnahmen erstellt. Hier erstmal ein 50mm Referenzbild:



Hierzu dann die Aufnahme mit 33mm Viltrox vom gleichen Standpunkt aus mit f = 1,6:



Die Aufnahme stellt sich für mich durchzeichnungsstark da. Die mit dem Testbild bemerkte Wölbung sehe ich nicht.

Mein Fazit:

Mit dem Erwerb des Viltrox 33 F 1.4 habe ich keinen Fehler gemacht. Zwar hat es eine bei dem Testbild zu bemerkende Wölbung, die aber in den reinen Naturaufnahmen nicht sonderlich stark auffällt. Mir fehlt hier jetzt der Vergleich zu wesentlich teureren Produkten der Mitbewerber. Der auch bei diesem Glas geschmeidig laufende Blendenring ist optimal für Videoaufnahmen geeignet. Weitere negative Aspekte kann ich aber derzeit nicht finden und somit bleibt das Glas in meiner Fototasche für die kommende Fotosaison.




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