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Digitalisierung von Dias - Teil 1

Kermyfilm
Veröffentlicht von Thorsten Rück in Foto - Tipp · 19 November 2015
Möglichkeiten zum digitalisieren von Dias



Jeder ehemaliger Analogfotograf -



( pardon, natürlich sind auch die Damen angesprochen, aber ich wollte in diesem Blog nicht so
viel schreiben. Von daher sind selbst bei männlicher Ansprache auch die Damen unter uns Fotobegeisterten gemeint)



hat irgendwann mal damit gearbeitet, es ausprobiert oder es als seine Leidenschaft gesehen:



Die Diafotografie.


Sicherlich hatte sie Vorteile und nicht zu letzt hat jeder, der es einigermaßen gewissenhaft ausübte diese gewisse Kenntnis in der Platzproblematik.

Wer hat sie nicht noch irgendwo herumliegen ? Diese quadratischen Plastikrähmchen, in deren Mitte ein kleines buntes Bildchen steckt und das mit Hilfe von Diaprojektor und Leinwand in einem dunklen Zimmer sichtbar gemacht werden kann.



Sie benötigen Platz und zum Betrachten bedarf es einigen Aufwand. Das erscheint dem einen oder anderen nicht mehr zeitgemäß, und so könnten die Dias digitalisiert werden !

Hierzu gibt es viele Möglichkeiten, die von teuer und gut bis einfach, preiswert aber ebenfalls gut reichen. Wer sich ein wenig Zeit nicht leisten kann, gibt die Dias zum Digitalisieren weg - es gibt genug Auswahl an Dienstleistern auf diesem Sektor.

Mit ein wenig Zeit lassen sich die Dias aber gewinnbringend selbst digitalisieren. Gut, die Qualität kommt nicht an die der Dienstleister heran, aber zum "mal so betrachten und gucken was drauf ist" reicht es völlig. Bei Bedarf kann ja jeder für sich entscheiden, ob er im Nachgang noch eine Digitalisierung durchführen lassen möchte.

In der Folgezeit werde ich hier eine kleine Testreihe veröffentlichen, in der ich die preiswerten Möglichkeiten zum Digitalisieren von Dias vorstellen möchte.



Die Möglichkeit 1 = Dia Duplikator



Durchlichtadapter / Dia Duplikator

Das "Kind" hat genauso viele Namen, wie es Ausführungen gibt. Alle haben aber eines gleich:
Sie werden statt des Objektives an den Kamerabody angeschlossen.
Das kann bei ganz viel Glück mit dem passenden Bajonettanschluss sein, ansonsten muss per Adapter der richtige Anschluss hergestellt werden. Das ist dann nicht schön, denn der Adapter verschiebt den Focus, der vom Hersteller des Duplikators bereits fest vorgegeben ist. Ob das im Einzelnen funktioniert, muss dann gegebenenfalls ausprobiert werden. Ich hatte mir einen Adapter von T2 auf Sony Alpha Bajonett besorgen müssen, aber für die anstehende Versuchsreihe ist das ausreichend gewesen.



Das Dia wird in die Aufnahmevorrichtung eingeführt. Auch diese kann unterschiedlich aussehen. An meinem Duplikator ist Platz für ein Dia, das sehr fummelig dort in die vorhandenen Halteklammern eingefügt werden muss.



Als weitere Komponente benötigt man Licht. Ich habe mich für eine Fotolampe entschieden, die Tageslichttemperatur (5.400 K)  bietet und schon mal ein bisschen Leistung, immerhin 25 Watt.



Wenn dann alles Gerätschaften aufgebaut sind, kann' s losgehen. Über die Verschlusszeit kann ganz bequem die richtige Belichtung eingestellt werden, die in diesem Fall von meiner Kamera auch ohne passendem Objektiv berechnet wird. Da die Verschlusszeiten sehr lange sind, empfiehlt sich ein solides Stativ und ein Fernauslöser um Verwacklungen zu vermeiden

Fazit

Rein vom Handling war das mit Abstand die schlechteste Variante. Das geht deutlich schneller und bequemer, wie im weiteren Verlauf noch in diesem Blog berichtet wird.
Zum Bildergebnis werde ich gesondert berichten. Ob die Qualität, die ich mir bei einer Aufnahme mit meiner leistungsstarken Kamera versprochen habe auch tatsächlich eintraf ?



Abwarten und weiterlesen !!

Nicht zufrieden war ich mit der Möglichkeit, das Dia quer oder hochkant abzufotografieren.
Bei dieser Möglichkeit sind unschöne Verluste im Bildausschnitt, die mich nicht zufrieden stellen.


            Hochkant abfotografiert

Quer abfotografiert                                    



Mal abgesehen von dem falschen Weißabgleich - der sollte manuell erfolgen -
WAS ist nun besser ?
Der jeweilige Inhaltsverlust bei dem Bild ist so im direkten vergleich sehr deutlich.



Die Möglichkeit 2 - aus dem Lebensmitteldiscounter


Aus dem Lebensmitteldiscounter um die Ecke

Ja aber hallo ! Gleich um die Ecke beim A..Discounter oder gegenüber bei L..Discounter gibt es ja nicht nur Lebensmittel. Gelegentlich können dort für weniger als 100 Euro auch technische Geräte erworben werden, die samt Zubehör und Software ausgeliefert werden. So auch das Diatransfergerät, dass sogar noch einmal herabgesetzt wurde, damit es sich verkaufen ließ.

Die Technik in diesem Gerät sowie in vielen baugleichen - dann allerdings mit anderem Namen - ist die folgende und nahezu überall gleich:
Der Dia-Scanner hat eine eingebaute Kamera mit einem 5-Megapixel CMOS-Sensor mit rund 1.800 dpi. Die Blende kann mit f= 3,2 angegeben werden. Für das Beleuchten des Dias in dem Gehäuse sind LEDs zuständig und es findet sogar noch eine automatische Tonwertkorrektur, Belichtungskorrektur statt.

Als Mediumträger werden ein Diahalter und ein Halter für Negativstreifen mitgeliefert. Die Dias werden in den Halter eingelegt und in das Gerät geschoben. Ziemlich unkompliziert, schnell und sauber werden dann mittels USB-Schnittstelle die Bilddateien auf den heimischen PC geschoben.

Fazit

Es ist eine preiswerte Lösung, die aber recht gut funktioniert. Das Handling ist dank der Beschreibung leicht, die Verarbeitung der Materialien etwas einfach und wirkt billig; auf Dauer vielleicht nicht so haltbar.

Wo der Diatransfer in der Bildqualität liegt, dazu später mehr in meinem Blog.


Die Möglichkeit 3 - Combo Bild- und Dia Scanner


Combigerät als Fotoabzug-, Negativ- / Dia Scanner

Hallo - den kenn' ich doch !
Ja das kann sein, denn er wird von verschiedensten Anbietern vertrieben und ist im gut sortierten (Fach)handel um die Ecke
aber auch im weltweiten Markt zu bekommen.
Die Anschaffung dieses schon etwas luxuriösen Gerätes schlägt mit über 100 Euro zu buche - je nach dem wo er zu erwerben ist.

Das Gerät bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die guten alten Schätze zu digitalisieren.
Es kann nicht nur Dias digitalisieren, sondern nebenbei auch noch Negativstreifen und Fotoabzüge. Für meine Beprobung war aber nur interessant, wie es so mit den Dias funktioniert.

Einen PC benötigt man zunächst nicht, dafür aber eine SD-Speicherkarte, die in das Gerät eingesteckt wird. Dank der guten Bedienungsanleitung, die in mehreren Sprachen beiliegt, ist man sehr schnell mit den Grundeinstellungen fertig und kann dann in rasender Geschwindigkeit loslegen.


Die Diahalter des Jay Tech Gerätes

Das mitgelieferte Zubehör sowie das Gerät selbst machen einen wertigeren Eindruck als die preiswerteren Modell auf dem Markt. So lassen sich die Dias in den stabilen Haltern gut einlegen und zur weiteren Verarbeitung in den Scanner einschieben.

Auch dieser Dia-Scanner hat eine eingebaute Kamera mit einem 5-Megapixel CMOS-Sensor mit rund 1.800 dpi. Die Blende kann mit f= 3,6 angegeben werden. Für das Beleuchten des Dias in dem Gehäuse sind LEDs zuständig und es findet sogar noch eine automatische Tonwertkorrektur, Belichtungskorrektur statt.
Also nicht viel anders, als das bei der Möglichkeit 2 vorgestellte Gerät.

Fazit

Ja - das Gerät erscheint wertiger bei gleicher Technik. Der workflow erschien mir bei diesem Testgerät gut - er war zügig und ich konnte die Ergebnisse dann mittels der auf der Speicherkarte abgelegten Dateien verarbeiten.
Ob nun die Qualität anders, oder auch besser als bei den anderen Testmöglichkeiten ist, werde ich dann später hier im Blog berichten.


Die Möglichkeit 4 = ein weiterer Dia Duplikator



Ich hatte noch mal schnell einen weiteren Dia Duplikator im weltweiten Netz finden können, bestellt und da ist er schon:

Von einem namenhaften Hersteller - den gibt es auch wieder von mehreren Anbietern - und er hat sogar eine Macro Linse an Bord und einen Diaschlitten ....



Da kann ich jetzt 2 Dias abwechselnd abfotografieren. Der Anschluss des Duplikators erfolgt an einem Objektiv mit 52 mm Filtergewinde. Ein Adapter auf 58 mm liegt der Verpackung bei sowie eine englische Bedienungsanleitung. Tja ... sonst nix weiter.
Schnell montiert auf einem 18-250 mm Objektiv, selbe Kamera wie für die anderen Tests und los ging's:



WAS ist DAS ??? Eine Bilddatei, die 6000 x 4000 Pixel hat und 11,5 MB groß ist, aber auf jedem Fall noch bearbeitet werden muss.
Na gut - mal sehen was mit Photoshop und co machbar ist.


Also schnell mal beschnitten und aufgeflitzt. Das Ergebnis ist eine 2055 x 3145 Pixel große Datei bei 4,35 MB.


Dann habe ich meine RAW Datei noch einmal im Programm PhotoZoom bearbeitet.
Dabei kam eine Datei mit 5824 x 9022 Pixel und 29,8 MB heraus.

Fazit

Das Handling bei dem Abfotografieren des Dias ist einfacher als bei dem unter Möglichkeit 1 vorgestellten Duplikator. Hier einfach das Dia einsetzen, Schuss - fertig.
Dann kommt noch eine Bearbeitung der Datei am PC .... das geht einfacher.

Aber ich wollte gerne noch mal den Vergleich zwischen zwei Duplikatoren haben !

Ergebnisse hier im Vergleich aber auch erst später ....


Die Möglichkeit 4 = Durchlichtscanner



Der Durchlichtscanner

Davon gibt es nur ein paar Stück, die das können. Ein Durchlichtscanner hat im Deckel eine Durchlichteinheit, mit der Dias eingescannt werden können. Das passiert von schnell bis zeitaufwendig mit beeindruckenden Ergebnissen.

Nachdem ich mich mal informativ auf dem Markt umgesehen hatte, habe ich mich für ein Gerät von Canon entschieden. Es versprach dolle Leistungen, da ich aber vorher schon einen HP Durchlichtscanner hatte, war ich zunächst einmal vorsichtig.

Was leistet denn der Neue im Stall ?
Der Canon 9000 F  Mark II hat einen CCD-Sensor und scannt in der Durchlichteinheit mit 9600 x 9600 dpi bei einer Farbtiefe von 48 bit. Die Daten werden über USB HighSpeed übertragen und er kann KB-Filmstreifen (Negativ/Positiv-KB-Film) / 12 Aufnahmen

KB-Dias (Negativ/Positiv-KB-Film) / 4 gerahmte Dias und 120er Rollfilm / max. 6 x 22 cm (nur Filmstreifen) verarbeiten. Beim Einscannen werden von der umfangreich beiliegenden Software gleich Fingerabdrücke, Fusseln und Staub eliminiert ? Soll so sein.

Ok, denn mal los. Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, muss der Scanner die eingelegten 4 Dias insgesamt 3 mal durchleuchten, was schon mal bis zu 14 Minuten dauern kann.



Fazit

Es ist noch nicht mal die teuerste Möglichkeit auf dem Markt, aber die Anschaffung dieses Gerätes ist zu überlegen. Es kommt ja allemal die "normale" Möglichkeit hinzu, damit zu scannen und das Gerät optimal in den hauseigenen Arbeitsplatz einzubinden. Das es so ganz nebenbei auch noch weitere Performance hat ... na, um so besser.
Ob es nun aber der Bringer in Sachen Dia digitalisieren ist ?
Die Auflösung wird gerade erarbeitet, verglichen und ist aufwendig.
Wie heißt es so schön ? "Gut Ding will Weile haben"

Also dann, demnächst hier im Blog - Teil 2



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