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Focus Stacking - die 2te

Kermyfilm
Veröffentlicht von Thorsten Rück in making of · 4 Mai 2014
Tags: FocusStackingMacrofotografie
Focus Stacking
Focus Stacking - ein Tag für die Macrofotografie


Vor einiger Zeit bekam ich den Auftrag einen Bericht zu erstellen. Hierin sollte es um den Vergleich zweier Materialien gehen, die im Straßenbau verwendet werden. Dabei handelt es sich um ein altbewährtes Produkt und ein Neues, das aus geschredderten PVC hergestellt wird.

Eine komplette Fotoserie enstand schon bei der Verarbeitung und auch im weiteren Verlauf sind immer mal wieder Fotoaufnahmen enstanden, die eine Übersicht über die Haltbarkeit und den Abrieb der Produkte dokumentierten. Zum Abschlußbericht sollten aber noch Detailaufnahmen erstellt werden, über deren "Produktion" ich jetzt kurz berichten möchte.

Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen eine Idee und/oder Anleitung, das auch mal zu probieren. Es geht ja auch mit anderen Gegenständen



Zunächst suchte ich nach einer Möglichkeit, eine Plexiglasplatte in weiß von unten her zu durchleuchten. Bei einigen Versuchen fand ich schnell heraus, dass die Plexiglasplatte milchig eingetrübt sein müsste. Jetzt hieß es also, nur noch einen Fototisch zu suchen, wo das Ganze aufgebaut werden konnte. In der großen Bucht fand ich für nicht mal 50 Euro eine Art Stuhl aus Vierkantstahl, in dem quasi die Sitzfläche als milchig eingetrübte Plexiglasplatte eingespannt werden kann. Der Aufbau des Fototisches sah dann so wie oben zu sehen aus.

Tageslichtneonröhre unter der Sitzfläche für die Durchleuchtung und je zwei Tageslichtlampen mit Softbox von oben rechts und links.
Zur besseren Bildkontrolle habe ich einen Kontrollmonitor via HDMI angeschlossen.






Gut zu erkennen ist im  Größenvergleich, wie Klein
der zu fotografierende
Splitt ist: Die einzelne
Körnung liegt bei 3 bis 5 mm.
Das ist so in etwa stecknadelkopfgroß.














Ganz wichtig für das Focus Stacking ist ein Macroschlitten. Nur so kann ziemlich genau jeweils pro mm eine Aufnahme erstellt werden. Das Auslösen der DSLR sollte mit Fernauslöser passieren, denn jede Verwackellung führt zur Unschärfe im Bild. Dann werden je nach Aufbau und Umfang des abzubildenden Gegenstandes mehrere Fotos erstellt. Anschließen werden die Aufnahmen in einem dafür tauglichen Fotobearbeitungs-programm final bearbeitet.






Hier noch einmal die Ausgangsmaterialien als Macroaufnahme mit einer 30ger Festbrennweite aufgenommen. Die Menge entspricht in etwa soviel, wie man zwischen Daumen und Zeigefinger greifen kann.



PVC - Splitt


Bituminierter Splitt



Das Endergebnis "PVC-Splitt".
Es wurde aus insgesamt 10 Einzelaufnahmen "zusammengestackt". Die Aufnahmen erfolgten mit einem alten MD-Glas von Minolta, das mittels Umkehradapter angeschlossen wurde. Die Blende f=4.




Das Endergebnis "bituminierter Splitt".
Hierfür wurden insgesamt 12 Aufnahmen mit dem per Umkehradapter angeschlossenen Alt-MD-Glas von Minolta erstellt, ebenfalls bei Blende f=4.
Nach jeder Aufnahme wurde per Macroschlitten um ca. 1 mm der Abstand zum Motiv vergrößert, wobei alle anderen Einstellungen bleiben !









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